Der Kontaktexperte

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„Praxisnah“ ist mir nicht praktisch genug!

Speaker sprechen gerne darüber, was man alles tun könnte, wenn man etwas tun würde.

Verkaufstrainer versprechen Praxisnähe per Rollenspiel und Power Point. Sie schmücken sich gerne mit einem kleinen Funkmikrofon und versprechen Ihren TeilnehmerInnen, sie zu Höchstleistungen zu motivieren.Das wird nun schon so lange gebetsmühlenartig wiederholt, dass man es schon fast glauben möchte.

Doch wo der innere Antrieb fehlt, hilft auch kein Motivationstrainer und wo der innere Antrieb vorhanden ist, wird kein Motivationstrainer gebraucht.

Aber heißt „Praxisnah“ im Grund nicht „Praxisfern“? Die Praxis ist immer die Praxis und was keine Praxis ist, kann doch demnach nur der Praxis fern sein. 

Ich meine, dass der Trainer einer Fußballmannschaft, welcher noch kurz vorm Spiel in der Kabine praxisnahe Tipps gibt, aber beim Anpfiff das Stadion verlässt, eher „praxisfern“ agiert.

Der Schreinermeister hingegen, der zunächst wichtige grundlegende Tipps und Erfahrungen aus seiner langjährigen Handwerkspraxis darlegt ist ein echter Praktiker. Er macht es seinem Lehrling sogleich vor, wie man einen Hobel führt und elegant über das zu bearbeitende Holz gleiten lässt.

„Praxisnah“ wird so ganz praktisch als unbrauchbare Worthülse enttarnt und das Funkmikrofon so überflüssig wie Power Point.

Mit „Kundennähe“ verhält es sich genauso, denn wer seinen Kunden nicht nah ist, der ist ihnen zwangsläufig fern. Nicht selten sind diejenigen, die lang und ausgiebig über „Kundennähe“ philosophieren oft auch die, die noch nie einen Kunden persönlich gesehen oder gehört haben.

Die Herausforderungen der Digitalisierung werden nicht mit flotten Sprüchen und Pseudo-Visionen aus der  Kristallkugel per Funkmikrofon auf einer Bühne gemeistert.

Es geht stets um den optimalen Kundennutzen. Um diesen immer wieder zu erschaffen, braucht es geduldige Tüftler die miteinander statt gegeneinander arbeiten. Ein solches Klima zu ermöglichen, ist Aufgabe von Führung.

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  1. Götz Wache

    Mein lieber Jörg,

    auch wenn ich fern der Heimat bin, Dein Beitrag ist so nah dran, näher geht’s nicht. An der Wahrheit nämlich. Vormachen, nachmachen, üben. Nur so…

  2. Martina

    Lieber Joerg, mich begeistern alle Deine Beiträge, alles was Du uns jemals angeboten hattest, alles war machbar simpel und umsetzbar, aber selbst, die von denen Du glaubtest dass Du sie hättest überzeugen können von Deinen echt genialen Ideen, die haben Dich verspottet, als Du nicht mehr in Reichweite warst…. und ich bin vom immer laufenden Kampf so krank geworden, dass ich nun nicht mehr kämpfen kann, aber hoffentlich im Kundendienst eine Einsatzmoeglichkeit finde um für Kunden auch endlich mit ein wenig angemessener Bezahlung da zu sein…. Die Hoffnung stirbt zuletzt.. Liebe Grüße

    • K2-Training

      Herzliche Grüße (heute aus Sindelfingen) liebe Martina! Alles, alles Gute für Dich. Die Hoffnung wird nie sterben!

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