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Schlagwort: Klimawandel

Future

Disruptive Showmaster mit künstlicher Intelligenz

Echte Macher, wahre Unternehmer, anpackende Pragmatiker und coole „Ärmelhochkrämpler“ halten es mit der Zukunft so wie es Abraham Lincoln wunderbar treffend auf den Punkt brachte:

„Das Beste an der Zukunft ist, dass sie uns immer einen Tag nach dem anderen serviert wird.“

Wer im HIER und HEUTE etwas von Bedeutung zu sagen, zu bieten und zu tun hat, der hat weder Zeit noch die Motivation permanent von irgendwelchen Zukunftsvisionen zu faseln. Wer im HIER und HEUTE etwas Abrechenbares für seine Kunden, Geschäftspartner, Freunde, Familie und unsere Gesellschaft leistet, muss nicht in die Ferne schweifen und Geschichten aus der Kristallkugel erzählen.

Wer im HIER und HEUTE nichts Zählbares auf die Habenseite der Wertschöpfung einzahlen kann, muss sich zwangsläufig als moderner Wahrsager und digitaler Kaffeesatzleser in Szene setzen.

An Sprüchen wie: „So geht Zukunft…“ oder „Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“ kann man diese pseudodisruptiven Neuzeit-Orakel gut erkennen.

Auf den Profilfotos ihrer Accounts in den (a)sozialen Netzwerken tragen sie gern ein Mikrophon oder Headset zur Schau. Da sie scheinbar kaum etwas anderes zu tun haben, „sülzen“ sie irgendwelchen dahingestammelten Blödsinn per Smartphone-Video in die Welt und lassen sich mit Standard-Floskeln ihrer oberflächlichen Follower feiern.

Eine Profilerin mit seltsamer Frisur, scheint den im Jahre 2002 in Berlin verstorbenen Horst Wendland, Produzent der Edgar Wallace Filme aus den 1960er Jahren, wiederbelebt zu haben. Diese Dame stellt Schwarz-Weiß-Grusel-Videos mit Führungs-Binsenweisheiten ins Netz und erzielt damit irren Erfolg oder mindestens unglaubliche Reichweiten.

Das Schein-Erfolgsrezept lautet:

Mach irgendwas mit New Work und Disruption. Natürlich dürfen Begriffe wie Digitalisierung und Transformation nicht fehlen. Extrem wichtig ist ein Expertenstatus in Sachen künstlicher Intelligenz. Wichtig ist das Profilfoto mit Mikrofon. Am besten so ein kleines Mini-Mikrofon, denn dieses gilt als sicherer Beweis dafür, dass man zu den Top Keynote Speakern gehört. Poste ab und zu einen Screenshot von deinem millionenschweren Google AdSense Account, der beweist, dass Du zu den ganz großen Fischen im digitalen Teich gehörst. Und ganz besonders wichtig sind die Smartphone-Videos in denen man einfach so drauflos labert, ohne zu wissen, was man eigentlich sagen wollte. Bei Smartphone-Selfie-Videos hilft nur eine Strategie: Viel hilft viel! Hau die Dinger raus. Am besten jeden Tag eins. 

Während sich die disruptiven Digital-Transformierer in den (a)sozialen Netzwerken gegenseitig „zumüllen“, laufen die Dinge in der realen Welt deutlich langsamer, dafür aber beständig. Vielleicht werden wir in 20 Jahren von autonom fahrenden Autos ins Büro oder durch den Stadtverkehr zum Flughafen gebracht? Sicher ist, dass dann immer noch  ein Pilot aus Fleisch und Blut im Cockpit des Flugzeugs sitzen wird. 

Und es ist weder schlimm noch ungewöhnlich, dass es noch so lange dauert, bis die digitalen Märchen von heute wahr werden, denn machen, forschen, entwickeln und reale Werte schaffen ist nun einmal deutlich anstrengender und zeitintensiver als Keynotes zu „speaken“.

Disruptive Selbstzerstörung kann der Theoretiker leicht und schmerzfrei predigen. Es am eigenen Leib in die Tat umzusetzen ist alles andere als ein vergnüglicher Modetrend.

Wer wenig bis nichts im HIER und JETZT zu bieten hat, muss zwangsläufig in zukunftsferne unüberprüfbare Sphären ausweichen.

Wer heute ein gutes Brot gebacken hat. Wer heute einen jungen Menschen vom Sparen überzeugte. Wer heute einer alten Dame seinen Sitzplatz in der überfüllten Straßenbahn überließ. Wer heute ein gutes Buch oder eine gute Zeitung las und sich Zeit für Details und Zusammenhänge nahm, der hat mehr für unsere Zukunft getan, als alle digitalen Showmaster zusammen. 

Die Zukunft wird frei nach Lincoln Tag für Tag im HIER und JETZT gestaltet. Am besten mit Blick auf die Menschen, auf die Erhaltung der Natur und unseres Planeten.

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Streiken fürs Klima ist wie kacken für den Frieden!

Es war 1987 und ich steckte bis zum Hals im faulen Sozialismus der Deutschen Demokratischen Republik. Als ich eines Tages meinen Neffen aus dem Kindergarten abholte, fragte ich ihn was er gemacht hätte.

Seine Antwort lautete: „Eine Kackwurst für den Frieden!“.

So war das damals im Arbeiter- und Bauernstaat, da kämpften schon die Kleinsten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für Frieden und Sozialismus. Für alle, die nicht im Unrechtsstaat DDR leben mussten, sei hier noch erklärt, dass tatsächlich in den Kindereinrichtungen schon die kleinsten Knirpse per Losungen und Parolen, wie „Kacken für den Frieden“, auf den Klassenkampf vorbereitet wurden. Ich gebe zu, diese großartige Tat meines Neffen zur Erhaltung des Weltfriedens bis zum heutigen Tage  ausgeblendet und beinahe vergessen zu haben.

Als ich aber las, dass heute Schüler die Schule schwänzen und das als Demonstration für den Klimaschutz deklarieren, war mein Erinnerungsvermögen wieder voll da und stellte umgehend die Parallelen zur sozialistischen Variante derartigen Schwachsinns her.

Ausgerechnet die Generation junger Leute, die von ihren Eltern mit dem Diesel-SUV Tag für Tag möglichst bis ins Klassenzimmer chauffiert und ebenda wieder abgeholt werden, demonstrieren fürs Klima? Ausgerechnet die jungen Menschen, welche sich Tag für Tag in der Pause beim Bäcker gegenüber der Schule Coffee to go im Pappbecher kaufen, demonstrieren für  Klimaschutz? Junge Leute, die sich nicht vorstellen können, dass man einen Lichtschalter beim Betreten UND Verlassen eines Raumes betätigen kann, demonstrieren für den Schutz unseres Planeten? 

Ausgerechnet die Generation junger Wohlstandsmenschen, die ihren eigenen Wert und den anderer Menschen, über den Besitz des neuesten Smartphones definieren, sind nun Klimaschützer, weil sie Schuleschwänzen zur Demonstration umdeuten?

Die Auswirkung der Kackwurst meines Neffen auf den Weltfrieden beschreibt 1:1 die Wirkung der Schulschwänzer auf das Weltklima.

Die jungen Leute haben auf sehr clevere Art und Weise ihre Eltern unsere Politiker, Würdenträger der Kirchen und Gewerkschaften beobachtet und analysiert. Sie haben offensichtlich daraus gelernt, dass es heute mehr denn je ums WIRKEN und nicht ums BEWIRKEN geht.

Symbolpolitik bewegt nichts, blendet und täuscht gekonnt über seine Wirkungslosigkeit hinweg. Deutschlands Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 wird uns als gigantischer Fortschritt verkauft. Was könnten wir alle bewegen, wenn wir uns bewegen würden? Hin zur Bescheidenheit nur das zu verbrauchen, was wir wirklich brauchen.

Mal schauen, was aus diesem „ambitionierten“ Kohleausstiegsplan wird, wenn irgendwann rechte Populisten die Mehrheit im Bundestag abbilden. Kein Problem für die urbanen Wohlstandsumweltschützer, die in ihrer Loft im angesagtesten Stadtteil leben und jeglichen Bezug zur Natur längst verloren haben. Statt klug und durchdacht Strom zu sparen, buchen die einfach einen Ökostromtarif. Je teurer, umso höher ist das im Tarif inkludierte gute Gewissen und das erhebende Gefühl, besser als die anderen zu sein.

Auch hier lohnt sich eine gedankliche Verbindung zum Tagwerk meines Neffen. 

Kommt das Auto ins Spiel, gerät die emotionale Welt sehr vieler Wohlstandsgermanen aus dem Gleichgewicht. Besonders tragisch sind Wortkombinationen wie Auto und Tempolimit, Diesel und Fahrverbot oder PKW und Feinstaub.

In Hamburg wurden in 2018 die Stresemannstraße und die Max-Brauer-Allee für Dieselfahrzeuge gesperrt und das bietet ein ganz wunderbar anschauliches Beispiel von Symbolpolitik, denn beide Straßen liegen ungefähr 8 Kilometer Luftlinie vom Hamburger Hafen entfernt. Angeblich produzieren ja die 15 größten Seeschiffe mehr Schwefeloxide als alle Autos der Welt. Kein Problem, denn wenn es zu verzwickt wird, steigen im Ernstfall 112 Lungenärzte aus der Versenkung empor und liefern pseudowissenschaftlichen Balsam für die geschundene germanische Autofahrerseele.

Auch der Pneumologe ist nur ein Mensch und braucht Aufmerksamkeit. Jeder Dschungelcamp-Promi hat wahrscheinlich mehr Follower auf Instagram als alle Lungenärzte Deutschlands zusammengenommen.

Wenn wir also unseren Kindern und Enkelkindern weiterhin „WIRKEN STATT BEWIRKEN“ vorleben, wird sich auch in Zukunft nichts Wirkungsvolles zum Erhalt unseres wunderbaren Planeten tun. So wird wohl Steven Hawking recht behalten, indem er prophezeite, dass der Menschheit nur noch 100 Jahre bleiben, um eine unbewohnbare Erde zu verlassen.

Wer also das Schwänzen des Unterrichts so clever verkauft, dem gönne ich jeden freien Tag, hoffe aber, dass wenigstens die Spur eines schlechten Gewissens bleibt, denn das wäre ein Zeichen für einen Rest verbliebenen Realitätssinns!

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Deutschland ist schon wieder gespalten. Eine Fraktion klagt über die unerträgliche Hitze und die andere Fraktion feiert euphorisch den Jahrhundertsommer mit langen lauen Sommernächten im Biergarten.

Der Bauernverband beklagt schon vor Ernteabschluss, mit Blick auf Steuermilliarden, die schlimmste Missernte des jungen Jahrhunderts. Marketingaffine Winzer versprechen uns hingegen schon vollmundig einen grandiosen Jahrhundertjahrgang. Bleibt abzuwarten, ob uns künftig aufgrund des jungen Jahrhunderts, nun auch Riesling & Co im Weinregal als neue Alternative zum Beaujolais Nouveau angepriesen werden.

Der urbane Social-Media-Wutbürger postet seinen Frust in den (a)sozialen Netzwerken, wenn die Stadt dazu aufruft Bäume zu wässern. „Was gehen mich diese Bäume an? Was interessiert mich diese Stadt? Ich lebe doch nur hier.“

So ist und bleibt der Wohlstandsmensch mit seinen Wohlstandsproblemen beschäftigt. Ob auch jemand bemerkt, dass wir eben nicht alles unserem Amazon- , Zalando- , und Ebay-Warenkorb beifügen, online bestellen und uns bequem nach Hause liefern lassen können?

Wir verfügen über Hightech und schier zahllose Apps auf unseren Smartphones und verstehen nicht, dass uns ohne Wasser, das Wasser sprichwörtlich bis zum Halse seht.

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