Der Kontaktexperte

Meine Geschäftsreisen, meine Projekte, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft

Schlagwort: Facebook

www.der-kontaktexperte.de

Gott und seine Handelsvertreter

Für die Kirche ist Ostern das wichtigste Fest der Christenheit und für den Einzel- und Onlinehandel ist es Weihnachten.

Dank der zahllosen, meist kriegerischen Missionierungsaktivitäten der Christenheit, wird wieder einmal das Fest der Liebe und des Friedens auf allen Kontinenten gefeiert.

Die Katholische Kirche erfand die Missionierung zu einer Zeit, da sie so fest im Sattel der Macht saß, dass sie es versäumte diese Geschäftsidee zum Patent anzumelden.

Ohne dieses Versäumnis wäre uns vielleicht Söders Kreuzzug durch die bayrischen Behörden erspart geblieben?

Die Neigung zur Missionierung scheint eine der schlechtesten menschlichen Eigenschaften zu sein.

So ist diese auch bei allen Parteien zu beobachten.

Statt vernünftig miteinander zu reden, zu verhandeln, sich anzunähern, Interessen auszugleichen, machbare Kompromisse zu finden, Probleme anzupacken und zu lösen, geht es meist nur darum, dem Wahlvolk den einzig wahren Glaubenssatz zu verkaufen.

Selbstredend den jeweils eigenen.

Wenn man einmal von den wenigen braunen Schundblättern in Deutschland absieht, haben uns Redakteure von Verlagen und Sendern als eifrige Missionare über viele Jahre hinweg ihre eigene links-liberale Weltsicht als allgemeingültige Realität für Deutschland verkauft.

Doch als sich, das so missionierte Volk plötzlich über die (a)sozialen Netzwerke miteinander verknüpfen und austauschen konnte wurde schnell klar, wie viel braunes Gedankengut all die Jahre vor sich hin gären konnte.

Welche schwere Folgen solche gescheiterten Missionierungsversuche haben, kann man unter anderem an den allgegenwärtigen Rufen „Lügenpresse“ und am hoffähig gewordenen Generalverdacht der gleichgeschalteten Systemmedien ablesen. Die Schäfchen aus dem Dunstkreis von Pegida, AfD und Co sind auf ewig verloren und mit keinem sachlichen Argument zurückzugewinnen.

Das der Drang zur Missionierung eine der schlechtesten menschlichen Eigenschaften ist, kann täglich in den (a)sozialen Netzwerken wie Facebook & Co auf traurige Art und Weise beobachtet werden.

So missioniert der vegane Weltenretter den verantwortungslosen Fleischesser, der „Low-Carb-Missionar“ bekehrt den „Kohlenhydrat-Gläubigen“ und der „Politisch-Unkorrekte“ missioniert den „Politisch-Korrekten“.

Ein Missionar, dem ich vor Jahren persönlich begegnete, hat mich ganz besonders beeindruckt. Es war ein Anwalt, der es wagte auf einer Hochzeitsmesse in Berlin Charlottenburg hochverliebte Menschen mit „Rosarote-Brille-Syndrom“ zu missionieren, einen Ehevertrag abzuschließen.

Sein warnender Appell, dass immerhin jede zweite Ehe geschieden wird, verhallte ungehört. Der arme Mann stand auf verlorenem Posten und doch hätte ich auf ihn hören sollen. Wer noch?

Mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz öffnet sich für die Menschheit die Tür zu einer einzigartigen Chance: Sollte es gelingen die Maschinen und Roboter völlig religionsfrei zu programmieren, könnte die Welt ein besserer Ort werden.

Ohne Religion keine Missionare und ohne Missionare eine bessere Welt. Soviel ist sicher. So betrachtet bleibt die größte Errungenschaft der Missionierung die Missionarsstellung.

Einwände, dass auch die irgendwann langweilig wird, können unter Reproduktionsaspekten betrachtet, vernachlässigt werden.

Entspannt euch und lasst frei nach dem alten Fritz, jeden nach seiner Façon selig werden.

In diesem Sinne frohe Weihnachten!

www.der-kontaktexperte.de

Unsere Verlogenheit rodet Wälder!

„Teile dieses Bild, wenn Du auch für den Erhalt des Hambacher Forstes bist!“

So und ähnlich kann man bequem von zu Hause seinen ganz persönlichen Beitrag zur Rettung des Planeten Erde leisten. Wenn das langweilig wird, geht man zur Rettung des Abendlandes über oder verteidigt mit einen geteilten Bildchen unsere christlichen Werte.

Man kann am Notebook sitzend oder auf sein Smartphone starrend so ein guter Mensch sein. Dazu gibt es einen leckeren Kaffee frisch mit einer Kapselmaschine zubereitet, welche ganztägig mit zahllosen anderen Gerätschaften im Standbymodus auf ihren Einsatz wartet.

Trotz des schönen Wetters, rödelt im Bad schon seit eineinhalb Stunden der Wäschetrockner. Im Wohnzimmer flimmert völlig unbeachtet der große 55 Zoll Full HD Fernseher vor sich hin. Das Klingeln an der Tür signalisiert das Eintreffen des Packetboten und der bestellten Weihnachtsbeleuchtung für das ganze Haus.

Der Countdown läuft für die schönste Zeit des Jahres in der tausende blinkende Lichter die friedenbringende Weihnachtszeit illuminieren. Das mit dem Frieden klappt nicht so gut dafür löst die Weihnachtsillumination alle Jahre wieder, im Januar eine saftige Stromrechnung aus.

Spaß beiseite! Wir werden es erleben, der Hambacher Forst wird gerodet. 350 Jahre alte Bäume werden fallen. Hainbuchen, Stieleichen große und kleine Bäume. Die Kolonien, der vom Aussterben bedrohten Bechsteinfledermaus, werden ihren Lebensraum verlieren.

Ein Verbrechen an Flora, Fauna, an unzähligen Lebewesen. Ein unglaubliches Verbrechen an unserer Umwelt. Ausführender ist der Energiekonzern RWE und Auftraggeber sind wir alle.

Wir Wohlstandsmenschen klagen, wenn der Energiepreis steigt und machen munter weiter mit unserer alltäglichen Verschwendung von Strom und Energie in jeglicher Form. Unsere Verschwendungssucht hat unglaubliche Ausmaße angenommen. Wir teilen auf Facebook & Co. Bildchen und meinen damit etwas bewirken zu können.

Wie lächerlich!

Lächerlich, peinlich und traurig vor allem, dass der Zusammenhang zwischen unserer Energieverschwendung und der Rodung des Waldes für den Braunkohleabbau unerkannt bleibt.

Darauf ein Bildchen!

 

 

 

 

 

 

 

Mein erster Monat ohne (a)soziale Netzwerke

Eines meiner wichtigsten Lebens- und Geschäftsprinzipien lautet:

Wissen statt vermuten!

Deshalb wollte ich wissen, welchen Nutzen mir die sozialen Netzwerke als Geschäftsmann und andererseits als Privatperson bringen konnten. Also richtete ich mir 2011 einen  Account bei Facebook ein, später folgte mein Eintritt bei Twitter und Instagram.

Wer mich in dieser Zeit erlebt hat, wird bestätigen, dass ich ein sehr aktiver Networker in diesen Medien war. Ich berichtete von meinen Geschäftsreisen, postete die schönsten Fotos von Städten und Landschaften, die mich, meine Freunde und Follower inspirierten. Ich kommentierte fleißig, bissig, humorvoll, witzig, genervt, nicht selten angewidert und manchmal sogar charmant. Ich ging keiner Diskussion mit echten Nazis, A-rmleuchtern f-ür D-eutschland, besorgten Bürgern, Social-Media-Wutbürgern und urbanen Wohlstandsgermanen aus dem Weg. Dumpfe Beleidigungen waren meine Sache nicht, doch der Ton wurde rauer.

Ab 2015 markierten Hasskommentare und Fake News auf  der nach unten offenen Skala der Niveaulosigkeit immer neue Tiefststände. Profi-Demagogen wie Gauland, Höcke, Trump, Wagenknecht, Niebel, Gysi, Kubicki und Gabriel gossen eimerweise Öl ins lodernde Feuer der sozialen Netzwerke. Das Gemisch aus Filterblasen, „Demagogenöl“, neuzeitlicher Oberflächlichkeit und dem Frust ewig zu kurz gekommener „Wohlstandswutbürger“ ließen Facebook & Co zu asozialen Netzwerken verkommen.

Es war allerhöchste Zeit, sich genauer mit diesem Moloch zu beschäftigen. Nach dem Lesen einer ganzen Reihe hochinteressanter Bücher, die sich aus unterschiedlichsten Perspektiven unter anderem mit Zuckerbergs „Datenkraken“ beschäftigten, war klar:

Accounts löschen und aussteigen!

So kam es, dass ich am Morgen des 6. August in Ulm, an der Donau stehend, Facebook, Instagram und Twitter aus meinem Leben und von meinem iPhone verbannte.

Was fehlt? Nichts!

Was vermisse ich? Nichts!

Welcher geschäftliche Nutzen ist mir verloren gegangen? Null Komma null keiner!

Ich habe gewonnen. Was?

Das kostbarste Gut: Zeit!

 

 

 

Goodbye Facebook & Co.!

Mein theoretischer Wohnort gemäß Meldebehörde ist Berlin. Praktisch bin ich permanent zwischen Rügen und Bodensee in Deutschland unterwegs und in meinen Projekten im Einsatz. Seit ich aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen von „Vielflieger“ auf „Extrembahnfahrer“ umgesattelt habe gehören auch ICE und alle verfügbaren Bahn-Lounges zu meinen „Wohn- und Arbeitsplätzen“. Was mich antreibt, was mich bewegt, wofür ich mich engagiere, was ich mag und was mich auf die Palme bringt, erzähle ich in Wort und Bild auf diesem Blog. Ich lade Dich ein, mich zu begleiten und mir, wenn gewünscht oder vielleicht sogar nötig, Deine Meinung mitzuteilen. Meinung heißt für mich ganz klar, nicht wie auf Facebook & Co. eben mal schnell gefühlte Wahrheiten „hinzurotzen“, sondern sich mit einer Sache ernsthaft und umfassend zu beschäftigen, Daten und Fakten abzuwägen und sich dann zu äußern. Auf MEINEM Blog soll Meinungsfreiheit gelebt, aber nicht mit Narrenfreiheit verwechselt werden.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén