Der Kontaktexperte

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Autor: K2-Training Seite 2 von 6

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Streiken fürs Klima ist wie kacken für den Frieden!

Es war 1987 und ich steckte bis zum Hals im faulen Sozialismus der Deutschen Demokratischen Republik. Als ich eines Tages meinen Neffen aus dem Kindergarten abholte, fragte ich ihn was er gemacht hätte.

Seine Antwort lautete: „Eine Kackwurst für den Frieden!“.

So war das damals im Arbeiter- und Bauernstaat, da kämpften schon die Kleinsten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für Frieden und Sozialismus. Für alle, die nicht im Unrechtsstaat DDR leben mussten, sei hier noch erklärt, dass tatsächlich in den Kindereinrichtungen schon die kleinsten Knirpse per Losungen und Parolen, wie „Kacken für den Frieden“, auf den Klassenkampf vorbereitet wurden. Ich gebe zu, diese großartige Tat meines Neffen zur Erhaltung des Weltfriedens bis zum heutigen Tage  ausgeblendet und beinahe vergessen zu haben.

Als ich aber las, dass heute Schüler die Schule schwänzen und das als Demonstration für den Klimaschutz deklarieren, war mein Erinnerungsvermögen wieder voll da und stellte umgehend die Parallelen zur sozialistischen Variante derartigen Schwachsinns her.

Ausgerechnet die Generation junger Leute, die von ihren Eltern mit dem Diesel-SUV Tag für Tag möglichst bis ins Klassenzimmer chauffiert und ebenda wieder abgeholt werden, demonstrieren fürs Klima? Ausgerechnet die jungen Menschen, welche sich Tag für Tag in der Pause beim Bäcker gegenüber der Schule Coffee to go im Pappbecher kaufen, demonstrieren für  Klimaschutz? Junge Leute, die sich nicht vorstellen können, dass man einen Lichtschalter beim Betreten UND Verlassen eines Raumes betätigen kann, demonstrieren für den Schutz unseres Planeten? 

Ausgerechnet die Generation junger Wohlstandsmenschen, die ihren eigenen Wert und den anderer Menschen, über den Besitz des neuesten Smartphones definieren, sind nun Klimaschützer, weil sie Schuleschwänzen zur Demonstration umdeuten?

Die Auswirkung der Kackwurst meines Neffen auf den Weltfrieden beschreibt 1:1 die Wirkung der Schulschwänzer auf das Weltklima.

Die jungen Leute haben auf sehr clevere Art und Weise ihre Eltern unsere Politiker, Würdenträger der Kirchen und Gewerkschaften beobachtet und analysiert. Sie haben offensichtlich daraus gelernt, dass es heute mehr denn je ums WIRKEN und nicht ums BEWIRKEN geht.

Symbolpolitik bewegt nichts, blendet und täuscht gekonnt über seine Wirkungslosigkeit hinweg. Deutschlands Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 wird uns als gigantischer Fortschritt verkauft. Was könnten wir alle bewegen, wenn wir uns bewegen würden? Hin zur Bescheidenheit nur das zu verbrauchen, was wir wirklich brauchen.

Mal schauen, was aus diesem „ambitionierten“ Kohleausstiegsplan wird, wenn irgendwann rechte Populisten die Mehrheit im Bundestag abbilden. Kein Problem für die urbanen Wohlstandsumweltschützer, die in ihrer Loft im angesagtesten Stadtteil leben und jeglichen Bezug zur Natur längst verloren haben. Statt klug und durchdacht Strom zu sparen, buchen die einfach einen Ökostromtarif. Je teurer, umso höher ist das im Tarif inkludierte gute Gewissen und das erhebende Gefühl, besser als die anderen zu sein.

Auch hier lohnt sich eine gedankliche Verbindung zum Tagwerk meines Neffen. 

Kommt das Auto ins Spiel, gerät die emotionale Welt sehr vieler Wohlstandsgermanen aus dem Gleichgewicht. Besonders tragisch sind Wortkombinationen wie Auto und Tempolimit, Diesel und Fahrverbot oder PKW und Feinstaub.

In Hamburg wurden in 2018 die Stresemannstraße und die Max-Brauer-Allee für Dieselfahrzeuge gesperrt und das bietet ein ganz wunderbar anschauliches Beispiel von Symbolpolitik, denn beide Straßen liegen ungefähr 8 Kilometer Luftlinie vom Hamburger Hafen entfernt. Angeblich produzieren ja die 15 größten Seeschiffe mehr Schwefeloxide als alle Autos der Welt. Kein Problem, denn wenn es zu verzwickt wird, steigen im Ernstfall 112 Lungenärzte aus der Versenkung empor und liefern pseudowissenschaftlichen Balsam für die geschundene germanische Autofahrerseele.

Auch der Pneumologe ist nur ein Mensch und braucht Aufmerksamkeit. Jeder Dschungelcamp-Promi hat wahrscheinlich mehr Follower auf Instagram als alle Lungenärzte Deutschlands zusammengenommen.

Wenn wir also unseren Kindern und Enkelkindern weiterhin „WIRKEN STATT BEWIRKEN“ vorleben, wird sich auch in Zukunft nichts Wirkungsvolles zum Erhalt unseres wunderbaren Planeten tun. So wird wohl Steven Hawking recht behalten, indem er prophezeite, dass der Menschheit nur noch 100 Jahre bleiben, um eine unbewohnbare Erde zu verlassen.

Wer also das Schwänzen des Unterrichts so clever verkauft, dem gönne ich jeden freien Tag, hoffe aber, dass wenigstens die Spur eines schlechten Gewissens bleibt, denn das wäre ein Zeichen für einen Rest verbliebenen Realitätssinns!

Erfolg braucht keine Headhunter!

Kluge UnternehmerInnen und Führungskräfte wissen: Motivation ist keine käufliche Ware, sondern ein kostbares Gut und Eigentum der MitarbeiterInnen. Motivation ist das Äquivalent für faire und kalkulierbare Arbeitsbedingungen.

Kluge UnternehmerInnen und Führungskräfte wissen, dass man Motivation weder herbeibeschwören, noch kaufen kann. Sie wissen auch, dass es andererseits möglich ist, die Motivation der MitarbeiterInnen nachhaltig zu schädigen oder sogar zu zerstören.

Deshalb buchen kluge UnternehmerInnen und Führungskräfte seltener Incentives, haben aber statt dessen ein wahrhaftes Interesse an den Menschen in ihrem Unternehmen, begegnen Ihnen auf Augenhöhe, respektieren sie und interessieren sich zum Nutzen aller für ihre Erfahrungen im Markt, am Kunden und am Produkt.

Kluge UnternehmerInnen und Führungskräfte wissen, dass der gemeinsame Erfolg durch erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht und dass Zusammenarbeit, schlicht und ergreifend zusammen arbeiten heißt. Es heißt nicht übereinander reden. Es heißt auch nicht aneinander vorbeireden und es heißt erst recht nicht, sich gegenseitig schlecht zu reden. Und es heißt nicht über verschüttete Milch zu weinen.

Es geht um Klarheit.

Jeder muss wissen, was, wann, wo und wie zu tun ist. Es gilt die richtigen Dinge zur besten Zeit am optimalen Ort richtig zu machen, damit man gemeinsam seinen Kunden den größtmöglichen Nutzen bietet. Um zu wissen und nicht nur zu vermuten, was Kunden wirklich wollen, muss man hingehen, wo es unter Umständen auch mal weh tut. Das ist per „Power-Point-Meeting“ mit Kaffee und Keksen auf Dauer nicht zu machen. 

Es ist und bleibt unbequem und genau das ist ja auch Sinn der Sache, denn unser heutiger Erfolg ist stets die größte Gefahr für unseren Erfolg von Morgen. Es lohnt sich, diesen unbequemen Weg zu gehen, denn ein solches Unternehmensklima zieht den Erfolg und weitere erfolgreiche Menschen magisch an.

Tausend Euro Kindergeld sind nicht genug!

Selbst Tausend Euro Kindergeld pro Kind und Monat machen aus Deutschland kein kinderfreundliches Land. Sie sitzen hinter ihren Türen und Fenstern und warten auf die nächste Gelegenheit sich maßlos aufzuregen. Kinderlachen bereitet ihnen Schmerz und wenn Kinder weinen erweckt es kein Mitleid in ihren Herzen sondern „Lärmebelästigungsgroll“. 

Wenn Sie nicht so feige wären, würden sie am liebsten die Polizei rufen, wenn ein Kind im Fieber weint. Stattdessen schreiben sie einen anonymen Brief und werfen diesen klammheimlich in den Briefkasten der alleinerziehenden Mutter, die nun vor lauter Angst, aus der geradeso noch bezahlbaren Wohnung zu fliegen, ihren Kindern ab sofort einflößt: herzlich-lauthals Lachen ist verboten!

Lachen verboten! Was für eine Kindheit? Lachen verboten! Was für ein Start ins Leben? Lachen verboten! Natürliche Leichtigkeit für immer verloren? Wie sollen so starke, selbstbewusste, fröhliche und optimistische Menschen heranwachsen?

Die Politik soll mehr für Familien tun? Die Politik soll Kinderarmut verhindern? Die Politik soll Herzen wärmen? Was für ein Unsinn, was für eine Armut immer nach der Politik zu rufen. Wir sind die Gesellschaft und wir machen diese lebenswert oder eben nicht.

Was hat der Wohlstand aus uns gemacht? Wir haben von allem zu viel und doch zu wenig Güte im Herzen. Wir haben volle Kleider- und Kühlschränke, aber kein Verständnis für die Kleinsten, Schwächsten, Zerbrechlichsten in unserer Mitte?

Macht Euch locker hinter euren Gardinen, ihr germanischen Blockwarte und Gauleiter. Vom Lachen und Weinen der Kinder ist noch niemand gestorben, von funktionsuntüchtigen Herzen schon. 











Als Saufen und Prügeln noch rein germanische Bräuche waren

Früher war nicht nur mehr Lametta, es war einfach alles besser. Die Älteren unter uns können sich noch gut daran erinnern, dass es in Deutschland einst möglich war sich so richtig zu besaufen, sich die Kante zu geben, sich zuzulöten, einen zu kippen, sich einen hinter die Rüstung zu römern, sich so richtig die Rinne zu verzinken, sich einen aufs Brett zu bügeln, einen in die Sakristei zu orgeln und sich den Bug voll laufen zu lassen OHNE gleich auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen und der Süddeutschen Zeitung zu landen.

Es war sogar möglich, zur deutlichen Steigerung der Freude an diesem urgermanischen Brauch eine gehörige Rauferei, eine gewaltige Prügelei, eine zünftige Schlägerei, eine üble Balgerei, eine aufreibende Reiberei, eine zänkische Zankerei und eine solide Keilerei vom Zaun und sich dabei gegenseitig die Knochen zu brechen, ohne sofort ins Visier des Innenministers zu geraten.

In diesen goldenen Zeiten war es völlig nebensächlich, ob der Schwabe dem Preußen oder der Sachse dem Bayern die Fresse poliert hat. Hauptsache alle hatten Spaß. Wenn solche Events überhaupt größere Beachtung fanden, landeten sie auf Seite Drei der regionalen Tageszeitung.

Heute ist das anders. Ganz anders.

Während Hacker einen gigantischen Datenklau völlig unbemerkt über die Bühne ziehen und sensible Informationen von Politikern, Künstlern, Journalisten und Bloggern für jedermann zugänglich ins Netz stellen, sinniert Innenminister -Luftpumpe- Horst Seehofer über strengere Abschieberegelungen, weil drei betrunkene Afghanen und ein ebenso trunkener Iraner, urdeutsches Brauchtum in Amberg unerlaubt übernommen hatten.

Das Ausmaß innenministerialer Heuchelei wird besonders deutlich, wenn man hinter die saubere deutsche Fassade schaut. Allein im Jahr 2017 wurden in Deutschland über 140.000 Menschen Opfer häuslicher Gewalt.

Es gab auch männliche Opfer, doch Frauen sind mit mehr als 82 Prozent in größerem Maße betroffen. 147 Frauen wurden dabei getötet – 141 durch Mord oder Totschlag, sechs weitere durch Körperverletzung mit Todesfolge.

Was wir nicht brauchen, ist ein “umfragegesteuerter “ Innenminister. Was wir nicht brauchen, ist noch mehr wilde Hysterie.

Was wir brauchen, ist Augenmaß. Was wir brauchen, ist Besonnenheit. Was wir brauchen, ist ein realistischer Blick auf uns selbst.

Während wir über angetrunkene Teenager, egal welcher Nationalität diskutieren, kapern Hacker erst unsere Daten, dann unser Land, unsere Demokratie und unser Leben.








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Armes reiches Deutschland!

Seit mehr als 15 Jahren reise ich jährlich um die 120.000 Kilometer durch Deutschland. Per intensiver Arbeit an meinen Projekten, habe ich schon so ziemlich jeden Winkel unseres wundervollen Landes kennengelernt und bin dabei unglaublich vielen großartigen Menschen begegnet.

Ich kenne Deutschland sehr, sehr gut und muss sagen:

Deutschland 2018 ist zwar reich an Euro, aber leider arm an Mut.

Deutschland 2018 ist ein Land in unglaublichem Wohlstand, aber arm an Selbstreflexion, um dieses Glück begreifen zu können.

Deutschland 2018 ist ein Land der gehetzten Menschen, denen die Leichtigkeit abhanden gekommen ist.

Als „Extrem-Bahnfahrer“ reiste ich in 2018 ausschließlich mit meiner BahnCard 100. Das hat im Großen und Ganzen so preiswert und pünktlich geklappt, wie ich es früher mit AirBerlin, Lufthanse und Co. nur selten hinbekam.

Im Vergleich zu 120.000 Kilometern mit dem Auto, hatte ich ganzjährig Urlaub von der „Aggressivitätsfront“ Nummer 1 in Deutschland:

der Autobahn.

Der „gemeine germanische Bahn-Meckerer“ hatte im Rückspiegel 2018 betrachtet, das höchste „Nerv-Potenzial“. Bahnfahren ist wirklich ein Brennglas der aktuellen gesellschaftlichen Realität.

So ist in der Bahn recht häufig der “gemeine Jammergermane” anzutreffen. Der reist zum Beispiel einmal jährlich mit Sparticket nonstop von Hamburg nach München und fühlt sich so zum “Bahn-Experten” berufen. Da der ICE nach fast 800 Kilometern mit unglaublichen 11 Minuten Verspätung sein Ziel erreicht, wurde die Idealverbindung per U-Bahn nach Schwabing verpasst. Das nun folgende Klagelied des Jammergermanen lässt einen erschaudern und fährt in Mark und Knochen.

An vielen Bahnsteigen Deutschlands lauert der “gnadenlose Drängelgermane”. Der lebt in permanenter Angst zu kurz zu kommen und dass der Zug ohne ihn abfahren könnte. Zunächst erscheint dieser klapprig, eher hilfsbedürftig und schwach, doch sobald ein ICE oder RE vor ihm zum Stehen kommt, entfaltet er ungeahnte Kräfte und erstürmt mit unglaublicher Wucht den vor ihm stehenden Wagen. Nicht selten, um wenig später zu bemerken, dass es leider der falsche Wagen, manchmal sogar der falsche Zug war.

Wirklich bemerkenswert ist die Anzahl der in Bahnen anzutreffenden “Ego-Germanen”, deren Wahrnehmung für ihre Mitmenschen  exakt 0,001 Millimeter vor ihrer Nasenspitze abrupt endet. Dem “Ego-Germanen” gelingt es problemlos, die ein Meter fünfzig kleine Rentnerin mit ihrem ein Meter zwanzig großen Koffer beim Aus- oder Einsteigen in den ICE routiniert auszublenden. “Ego-Germanen” gönnen ihrer Tasche, gerne einen extra Sitzplatz, obwohl die Bahn vorm langen Wochenende krachend voll ist.

Eine besondere Art des “Ego-Germanen” ist der “Brüll-Ego-Germane”. Dieser sitzt bevorzugt im Ruhebereich und brüllt entweder in sein mitgeführtes Smartphone, welches er elegant wie eine Scheibe Knäckebrot vor seinen Mund hält oder in Richtung seines Sitznachbarn, geniale Weisheiten in die Welt hinaus. Es ist ihm wichtig, dass alle, wirklich alle hören können, wie wichtig er ist.

Ganz besonders habe ich den “feigen Duckmäuser-Germanen” ins Herz geschlossen. Eine meiner Begegnungen 2018 gestaltete sich so:

Es war eine Bahnfahrt in einem sehr gut gefüllten Regionalexpress von Ravensburg nach Ulm. Ein offensichtlich schlecht gelaunter “Wutgermane” in der Arbeitskleidung eines Bauarbeiters, hatte seinen verkeimten Rucksack liebevoll neben sich auf dem letzten freien Sitzplatz drapiert. Ein Fahrgast mit schwarzem Haar, dunklem Teint , braunen Augen und nicht hundert Prozent astreinem Schwäbisch fragte, ob er sich setzen dürfe, wo der verkeimte Rucksack thronte. Die astrein Schwäbisch gebrüllte Antwort des Wutgermanen lautete: “Hir sidzd mai Ruggsagg!”.

Typische Reaktion aller an Bord befindlichen “feigen Dückmäuser-Germanen”: betretener Blick auf die eigenen Schuhspitzen. Aufatmen als ich “Nichtschwabe” dem dunkelhaarigen “Nichtschwaben” meinen Platz überließ und den keimigen „Ruggsagg“ auf germanisch entschlossene Art enttrohnte.

Deutschland 2018 ein Land ohne Mut und Selbsreflexion. So habe ich es leider viel zu oft erlebt.

Für 2019 wünsche ich uns allen mehr Leichtigkeit, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. In diesem Sinne allen einen guten Start in ein friedliches und glückliches neues Jahr bei bester Gesundheit.

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Gott und seine Handelsvertreter

Für die Kirche ist Ostern das wichtigste Fest der Christenheit und für den Einzel- und Onlinehandel ist es Weihnachten.

Dank der zahllosen, meist kriegerischen Missionierungsaktivitäten der Christenheit, wird wieder einmal das Fest der Liebe und des Friedens auf allen Kontinenten gefeiert.

Die Katholische Kirche erfand die Missionierung zu einer Zeit, da sie so fest im Sattel der Macht saß, dass sie es versäumte diese Geschäftsidee zum Patent anzumelden.

Ohne dieses Versäumnis wäre uns vielleicht Söders Kreuzzug durch die bayrischen Behörden erspart geblieben?

Die Neigung zur Missionierung scheint eine der schlechtesten menschlichen Eigenschaften zu sein.

So ist diese auch bei allen Parteien zu beobachten.

Statt vernünftig miteinander zu reden, zu verhandeln, sich anzunähern, Interessen auszugleichen, machbare Kompromisse zu finden, Probleme anzupacken und zu lösen, geht es meist nur darum, dem Wahlvolk den einzig wahren Glaubenssatz zu verkaufen.

Selbstredend den jeweils eigenen.

Wenn man einmal von den wenigen braunen Schundblättern in Deutschland absieht, haben uns Redakteure von Verlagen und Sendern als eifrige Missionare über viele Jahre hinweg ihre eigene links-liberale Weltsicht als allgemeingültige Realität für Deutschland verkauft.

Doch als sich, das so missionierte Volk plötzlich über die (a)sozialen Netzwerke miteinander verknüpfen und austauschen konnte wurde schnell klar, wie viel braunes Gedankengut all die Jahre vor sich hin gären konnte.

Welche schwere Folgen solche gescheiterten Missionierungsversuche haben, kann man unter anderem an den allgegenwärtigen Rufen „Lügenpresse“ und am hoffähig gewordenen Generalverdacht der gleichgeschalteten Systemmedien ablesen. Die Schäfchen aus dem Dunstkreis von Pegida, AfD und Co sind auf ewig verloren und mit keinem sachlichen Argument zurückzugewinnen.

Das der Drang zur Missionierung eine der schlechtesten menschlichen Eigenschaften ist, kann täglich in den (a)sozialen Netzwerken wie Facebook & Co auf traurige Art und Weise beobachtet werden.

So missioniert der vegane Weltenretter den verantwortungslosen Fleischesser, der „Low-Carb-Missionar“ bekehrt den „Kohlenhydrat-Gläubigen“ und der „Politisch-Unkorrekte“ missioniert den „Politisch-Korrekten“.

Ein Missionar, dem ich vor Jahren persönlich begegnete, hat mich ganz besonders beeindruckt. Es war ein Anwalt, der es wagte auf einer Hochzeitsmesse in Berlin Charlottenburg hochverliebte Menschen mit „Rosarote-Brille-Syndrom“ zu missionieren, einen Ehevertrag abzuschließen.

Sein warnender Appell, dass immerhin jede zweite Ehe geschieden wird, verhallte ungehört. Der arme Mann stand auf verlorenem Posten und doch hätte ich auf ihn hören sollen. Wer noch?

Mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz öffnet sich für die Menschheit die Tür zu einer einzigartigen Chance: Sollte es gelingen die Maschinen und Roboter völlig religionsfrei zu programmieren, könnte die Welt ein besserer Ort werden.

Ohne Religion keine Missionare und ohne Missionare eine bessere Welt. Soviel ist sicher. So betrachtet bleibt die größte Errungenschaft der Missionierung die Missionarsstellung.

Einwände, dass auch die irgendwann langweilig wird, können unter Reproduktionsaspekten betrachtet, vernachlässigt werden.

Entspannt euch und lasst frei nach dem alten Fritz, jeden nach seiner Façon selig werden.

In diesem Sinne frohe Weihnachten!

Ode an den gemeinen Jammergermanen

Freude und Götterfunken sind ihm fremd, obwohl das heimatliche Jammertal seiner Pein einem Schlaraffenland gleicht, kann der gemeine Jammergermane sein einzigartiges Glück nicht fassen und lebt in Unzufriedenheit, Zerknirschtheit, Neid und Missgunst.

Niemand kann es ihm recht machen, niemand schafft es, ihm sein unglaubliches Glück und seinen schier unfassbaren Wohlstand begreifbar, erlebbar zu machen.

Der Jammergemane schreitet nicht mit Pauken und Trompeten durch sein Leben, denn „Mimimi“ und „Mümümü“ sind seine Begleiter durch den schönsten Tag.

Ganz selbstverständlich ist es ihm im Sommer zu heiß und im Winter viel zu kalt.

„Seid umschlungen Millionen! Diesen Kuß der ganzen Welt!” hält er schlicht für eine Lügenmeldung der Systemmedien.

Anführer die ihm zurufen “Wir schaffen das!” sind ihm höchst suspekt.

“Das ist niemals zu schaffen!” entspricht eher seiner Motivation und diese Botschaft ist ihm in den Kommentarspalten bei Facebook & Co. mindestens drei Ausrufezeichen wert. Ja, drei!!!

Hat der Jammergemane nicht nur einen Freund, ein holdes Weib (oder tollen Mann) sondern auch einen fair bezahlten Job errungen,              mischt er weder Freud noch Jubel ein.

Sein Schmerz wird nun zu Höllenqualen, lässt ihn jammern, klagen, schreien.

Die Kollegen sind zwar nett, könnten aber netter sein.

Der ergonomische Bürostuhl, bekam zwar bei Stiftung Warentest ein “Sehr gut”, hat aber die falsche Farbe.

Seinen Bürokaffee muss er am WMF Automaten aufwendig selbst holen und der nervige Chef will zu allem Überfluss ab und zu wissen, was er während der Arbeitszeit mit welchem Ergebnis tut.

Wer das nicht für unerträglich und unzumutbar hält, muss schon gerne Sklave sein!

“Duldet mutig Millionen!
Duldet für die bessre Welt!”
Kann nur eine Losung direkt aus dem Kanzleramt sein, um dem Jammervolk den UN Migrationspakt doch noch schmackhaft zu machen.

 “Unser Schuldbuch sei vernichtet, ausgesöhnt die ganze Welt!”ist nur ein weiterer kläglicher Versuch der Brüsseler EU-Bürokraten, um dem malochenden Jammergermanen die Griechenlandrettung unterzujubeln.

Apropos “Griechenland”!

Kehrt der Jammergemane von seinem Luxusurlaub im 5-Sterne-Hotel zurück, wird erstmal auf Holidaychek eine lange Mängelliste veröffentlicht. Und damit diese Online-Anklage auch wirklich deutsch-perfekt ist, wird zur wasserdichten Beweisführung eine umfangreiche Bildergalerie hochgeladen.

Das Jammerjahr des Jammergermanen geht mit einem besonderen Ritual zu Ende.

Dem Fest des Lichtes, des Friedens und der Liebe: Weihnachten!

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen selbstredend viel zu niedrig sind, schlägt sich der Jammergermane mit seinem “Novemberkampfgesicht” durch die Einkaufstempel seiner Stadt und lässt sich von Verkaufspersonal, ausgezeichnet mit dem Zertifikat “Erfolgreich Kunden ignorieren”, zum Geschenkekauf inspirieren.

Das weihnachtliche Elend des Jammergermanen kann man ungefähr so beschreiben: 

33 Prozent wünschen sich einen Gutschein und 40 Prozent werden einen verschenken.

Die selbsterfüllende Prophezeiung im weihnachtlichen Jammertal führt nun geradewegs dazu, dass ausgerechnet ein Großteil der 67 %, die sich keinen Gutschein wünschten, mit hoher Wahrscheinlichkeit einen solchen erhalten.

Der so beschenkte Jammergermane macht sich sogleich auf den Weg, um zwischen den Feiertagen mit seinem “Ich-bin-von-Weihnachten-und der-Familie-so-genervt-Gesicht” beim Verkaufspersonal mit “Mist-ich-muss-arbeiten-Gesicht” Gutscheine einzulösen und um im Parkhaus andere Jammergermanen, beim Kampf um die letzten Parkplätze wutschnaubend anzuschnauzen.

Denn:                                                                                                                          “Groll und Rache sei vergessen,
unserm Todfeind sei verziehn.” 

gilt nicht in germanischen Parkhäusern, Herr Schiller!

Vom Gutsherren zum Bettler

Es ist noch gar nicht lange her, da mussten die BewerberInnen vor den Arbeitgebern, „Personalern“ und sonstigen Recruitern demütig niederknien, um die Gnade einer Einladung zum Bewerbungsgespräch zu erfahren.

In besonders strukturschwachen Regionen wurden Einladungen zum Bewerbungsgespräch wie Audienzen beim Papst gehandelt.

Bewerbungsunterlagen wurden in den Personalabteilungen der Unternehmen mitunter wie Altpapier behandelt und entsorgt. Für die BewerberInnen war es noch nicht einmal selbstverständlich, im Fall einer Ablehnung, wenigstens ihre Unterlagen zurückzubekommen.

Obwohl sich das Blatt zugunsten der MitarbeiterInnen und BewerberInnen längst gedreht hat, kann man noch heute überall deutliche Spuren der altherrschaftlichen Gutsherrenart finden. Zum Beispiel in Stellenanzeigen.       Egal ob klassisch in der Printausgabe einer Tageszeitung oder in den digitalen Anzeigengräbern bei Stepstone, Monster & Co.

Hat man eine dieser Stellenanzeigen gesehen, hat man sie alle gesehen.

Der Einstieg erfolgt stets über eine langatmige Selbstbeweihräucherung a la    „Wir, die X-Y-Z AG, sind ein erfolgreiches und dynamisch wachsendes Unternehmen. Wir sind Marktführer in der Produktion von…                                                            Wir sind die Benchmark im internationalen Wettbewerb.” 

Gutsherren klopfen sich gerne selbst auf die Schultern und offerieren nicht nur die gut bezahlten Jobs aus gönnerhafter Pose heraus.

Natürlich wird die Anzeige mit einem hippen Stockfoto hipper Menschen garniert. Trotzdem quillt aus jeder Pore die Botschaft: 

Du bist und bleibst NUR Bewerber!

Der Markt funktioniert in vielen Bereichen. Angebot und Nachfrage wirken nun zugunsten der BewerberInnen.

Deshalb ist es egal wo die Gutsherren ihre Offerten von oben aufs Bewerbervolk herab rieseln lassen. Das können sie gerne auch ganz modern in den (a)sozialen Netzwerken tun, die “Likes” dafür kommen ohnehin nur aus den eigenen Reihen und die Nachfrage von wirklich guten KandidatInnen bleibt auch dort mehr als dürftig. 

Coole Leute wissen, dass Arbeitszeit auch Lebenszeit ist.

Sie haben es selbst noch nicht gemerkt, aber längst sind die Gutsherren von gestern die Bettler von heute.                                                                                         Längst wurde der Arbeitnehmer zum Arbeitgeber, der seine Arbeitskraft dort gibt, wo Zusammenarbeit zusammen arbeiten heißt und zwar auf Augenhöhe.

Wo verlieren gemeinsam verlieren und gewinnen auch gemeinsam gewinnen bedeudet.

In schlechten Zeiten einen wackeligen Job zu haben und wenn es gut läuft nicht an den Gewinnen beteiligt zu sein, ist nicht nur nicht fair sondern gehört auch ein für allemal ins “Gutsherrenmuseum”.

Wer es schafft, sich von der Gutsherrenhaltung und damit auch von Gutsherren-Stellenanzeigen zu verabschieden, hat beste Chancen erstklassige MitarbeiterInnen für sein Unternehmen zu gewinnen.

Ich erlebe das in meinen Projekten immer wieder auf beeindruckende Weise.









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Die Individualität der Lemminge

Der männliche Wohlstandsindividualist trägt Vollbart, weil alle Vollbart tragen. Der Wohlstandsindividualist trägt Markenmode, die jeder trägt. Der verwöhnte Wohlstandsindividualist braucht unbedingt die Markenelektronikartikel, die alle brauchen.

Der Wohlstandsindividualist definiert sich über die Automarken, über die sich auch alle anderen seiner Art definieren.

Der Wohlstandsindividualist lässt sich tätowieren, weil sich alle tätowieren lassen.

Der Wohlstandsindividualist will Influencer werden, weil das jetzt alle wollen.

Der Wohlstandsindividualist postet in den (a)sozialen Netzwerken, was alle posten. Der Wohlstandsindividualist folgt Trends, denen alle folgen.

Der Wohlstandsindividualist will um jeden Preis hipp und angesagt sein, weil eben alle hipp und angesagt sein wollen.

Unter dem Druck dieses permanenten Wettbewerbs und unter den Anstrengungen des immerwährenden Vergleichs mit anderen, fällt kaum noch auf, dass aus Individualismus längst Egoismus wurde.

Doch Zeit und Land brauchen mehr Menschen die eckig, kantig, eigenwillig, unangepasst, kreativ, aktiv, unternehmungslustig und auch kritisch hinterfragend sind. Echte Typen, die kein Problem damit haben von der großen  Masse der Wohlstandsindividualisten als „mega-out“ abgestempelt zu werden, denn die Zukunft gestalten Menschen, die wahrhaft individualistisch statt „mainstream-egoistisch“ sind.

Tschakka & tödliche Harmonie!

Unter Führungskräften wird häufig die Frage diskutiert, ob ein autoritärer oder ein kooperativer Führungsstil zeitgemäßer ist und mit welchem die besseren Ergebnisse erzielt werden.

Die Beantwortung dieser Frage verspricht wenig Nutzen, denn es geht immer nur darum zu wissen, statt nur zu vermuten, ob ein Mitarbeiter kann, was er können muss, um erfolgreich zu sein und ob er tut, was er tun muss, um Erfolg zu haben. Es gilt sicherzustellen, dass die MitarbeiterInnen die richtigen Dinge zur richtigen Zeit richtig machen.

Solange autoritäre Führung nicht zur Umerziehungsmaßnahme mit cholerischen Ausbüchen des Chefs verkommt, ist dieses Vorgehen für alle Beteiligten in Ordnung. Verbindliche Ansagen, klare Erwartungen und eine deutliche Sprache verhindern kostspielige Missverständnisse.

Der kooperative Führungsstil verspricht zunächst mehr Harmonie im Miteinander, doch diese gerät zur Gefahr, wenn es dem Zufall oder dem Prinzip Hoffnung überlassen bleibt, dass jeder an seinem Platz das Richtige zur richtigen Zeit richtig tut.

Kooperative Führung verkommt schnell zum “Nicht-Führen”.

Allein die Sehnsucht nach dem Meer lässt kein seetüchtiges Schiff entstehen. Zur Vision und Motivation müssen sich auch fachliches Wissen und handwerkliches Können gesellen.

Wird also bei der Einarbeitung neuer MitarbeiterInnen, die Vermittlung von Wissen und die Wandlung dieses Wissens in Können durch Sprüche aus dem Motivationskalender ersetzt, so droht der Rekrutierungserfolg von heute zur Fluktuation von morgen zu werden.

Viel zu oft bleibt eine solide, geduldige und klar struktrierte Einarbeitung neuer MitarbeiterInnen Legende.

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